Mit der Entwicklung einer innovativen Kühlung für Mikrofokus-Röntgenröhren optimiert die Firma X-RAY WorX die Stabilität und die Genauigkeit dimensioneller Messungen mit CT-Systemen.

Die X-RAY WorX GmbH präsentierte auf der internationalen Tagung über neue Entwicklungen in der industriellen Computertomographie 2010 in Wels/Oberösterreich erstmals ihre neuen Konzepte zur Kühlung hochauflösender Mikrofokus-Röntgenröhren.

Die Stabilität der eingesetzten Röntgenröhren hat einen wichtigen Einfluss auf die Messgenauigkeit hochauflösender Computertomographie (CT)-Scans. Thermische Effekte, die durch zahlreiche Wärmequellen in der Röntgenröhre verursacht werden, reduzieren die Qualität der Messergebnisse signifikant. Das neue Kühlverfahren reduziert die thermischen Einflüsse und führt so zu qualitativ hochwertigeren dreidimensionalen CT-Datensätzen und Messergebnissen.

"Für unsere eigenen Mikrofokus-Röntgenröhren bieten wir das neue, modulare Kühlkonzept mit einer optimierten, innenliegenden Kühlung des Targets im Röhrenkopf an. Diese wird in Kürze um weitere innenliegende Kühleinheiten ergänzt, um thermische Effekte direkt an der Quelle auszuschalten", erklärt Jens Peter Steffen, Vertriebsleiter der X-RAY WorX GmbH, die neue Entwicklung. Um die thermischen Einflüsse auf den Messraum weiter zu verringern, ist es möglich, den gesamten Röhrenkopf zusätzlich durch einen außenliegenden Kühlkörper zu kühlen. Die externe Kühleinheit ist flexibel anpassbar und kann unter anderem auch für Mikrofokus-Röntgenröhren der Firmen Feinfocus und Yxlon verwendet werden.

Das neue Kühlverfahren ist ein bedeutender Schritt für alle Bereiche, in denen industrielle Röntgensysteme zur Vermessung von Objekten eingesetzt werden. Dieses gilt insbesondere für die Qualitätssicherung, in der hochpräzise Messergebnisse unerlässlich sind. Die Entwicklung wird sich aber auch positiv auf Vermessungen im Rahmen der Erstteilbemusterung, im Prototypenbau und vielen anderen Bereichen auswirken. Es wird erwartet, dass hochauflösende CT-Systeme aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile die klassischen Messverfahren zunehmend verdrängen werden.